„Wasser für den Durst meiner Seele“

Unter diesem Gesamtthema fanden vier Bibelabende vom 8. - 11. Februar 2010 im Gemeindehaus statt. 

 

Referent war Uwe Rechberger, Studienleiter am Albrecht-Bengel-Haus und Vorsitzender des CVJM-Landesverbandes in Württemberg. Er war zum ersten Mal in der Kirchengemeinde und wurde zuerst von Kirchenpflegerin Carin Gülland herzlich begrüßt, wie auch mit einem ersten Lied vom Kirchenchor unter der Leitung von Thomas Löw, das dem Ruhm der Dreieinigkeit Gottes galt „Brunn alles Heils dich ehren wir.“ Anschließend stellte sich Uwe Rechberger den Besuchern vor und sprach zu einem Bibeltext aus dem Johannesevangelium, den er unter das Thema „Gott wird Mensch“ stellte. Der Evangelist Johannes, so Uwe Rechberger, hatte die beste Botschaft weiterzugeben und kannte die Ideen des griechischen Philosophen Platon (400 v. Chr.). Hier der eine Gott und auf Erden die Vielheit der Götter; das Chaos. Darum ist Gott im Logos Mensch geworden und kommt mitten in das Chaos.

 

 

Auf sehr eindrückliche, verständliche Weise legte U. Rechberger das Wort aus Johannes 1, Vers 14 aus: 
„Das Wort ward Fleisch und wohnte (zeltete) unter uns…..“
Dazu meinte der Prediger: wer zeltet, verlässt seine Bequemlichkeit - er erniedrigt sich -. Der Sohn Gottes hat hier auf dem Zeltplatz dieser Welt sein Zelt aufgeschlagen und er zeltet inmitten unserer Sorgen.

  

Wer zeltet, gewährt Einblick, d.h. er öffnet die Zelttür. Auf dem Zeltplatz gibt es enge Zeltgemeinschaft. Gott ruft auch heute noch über diesen Zeltplatz: „Kommet her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid.“

 

Wer zeltet, konzentriert sich auf das Entscheidende und hat seine Heimat an einem anderen Ort. Auch wir Menschen sind nur eine begrenzte Zeit auf dem Campingplatz „Welt“. Der Zeltabbau kommt. An diesem Punkt stellte der Prediger die Frage nach der Heilsgewissheit und bekräftigte: „Wer an Jesus Christus glaubt, der hat!“

 

 

Am 2. Bibelabend hatte Pfarrer Ulrich Kopp die Begrüßung des CVJM-Landesvorsitzenden Rechberger übernommen. Man beschäftigte sich an diesem Abend mit dem Thema: „Wasser für den Durst meiner Seele“. Dazu legte U. Rechberger die Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen aus und meinte, diese Frau hatte die gleiche Frage. Ihren leeren Wasserkrug konnte sie füllen am Jakobsbrunnen, wo aber konnte sie ihren geistlichen Durst löschen? Durch das Gespräch mit Jesus durfte sie erkennen, dass es nur bei ihm lebendiges Wasser gibt, Wasser, das ihre Seele zu sättigen vermochte, weil Jesus die wunden Punkte ihres Lebens ansprach und sie ihn als den Arzt für ihre Seele erkannte, der von sich sagt: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen.“ Auch hörten die Anwesenden: Wer den Willen Gottes tut, der wird satt. Der falsche Brunnen beschwert, der richtige Brunnen beschert!

 

 

Der 3. Bibelabend, nach Begrüßungsworten von Barbara Schaubel, ließ die regelmäßigen Besucher nicht im Unklaren darüber, was es auf sich hat mit dem Christsein zwischen Highlights und Lebensstürmen. Uwe Rechberger versuchte seinen Zuhörern nahe zu bringen, dass es darauf ankommt auf das zu sehen, was wirklich zählt und nicht beim Vordergründigen stehen zu bleiben. Er versuchte, ihnen anhand des biblischen Beispiels von der Speisung der 5000 deutlich zu machen, auf was es ankommt. Die Menschenmenge, die von Jesus durch die Vermehrung der 5 Gerstenbrote und 2 Fische von einem Knaben, gespeist und satt geworden war, war ausschließlich begeistert von den Zeichen und Wundern, die Jesus tat. Deshalb wollten sie ihn zu ihrem König machen. So einen Wundermann konnten sie gebrauchen. Doch Jesus ist nicht gekommen, um Menschen damit zu begeistern, sondern Menschen zu retten für die Ewigkeit. Das hob der Prediger deutlich hervor.

Uwe Rechberger weiter, Jesus will uns eine Sehhilfe geben: Nicht vordergründig, sondern dahinter schauen. Man darf durchaus mit Highlights von oben rechnen, aber auch mit Stürmen, die zum Alltag dazu gehören. Ein Leben ohne Dunkelheiten ist den Christen nicht versprochen, doch sie sind nicht sich selbst überlassen. Jesus Christus, der Herr ist da. Sein „Fürchte dich nicht, ich bin’s!“ gilt auch heute.

 

Der 4. und letzte Bibelabend stand unter dem Thema „ Ein Leben für die Liebe“. Trotz des tief winterlichen Wetters - es schneite unaufhörlich - hatten es sich einige Gemeindeglieder dennoch nicht nehmen lassen, auch am letzten Abend noch einmal gespannt auf die Ausführungen des Predigers Uwe Rechberger zu hören. Nicht nur mit dem Wunsch für eine gute Heimfahrt wurde er verabschiedet, sondern auch mit dem Wunsch, im nächsten Jahr wieder zu kommen.