Ein Vierteljahrhundert zum Lob Gottes

Der Kirchenchor trägt die von Thomas Löw komponierte Jahreslosung vor. (Bild Kern)

Pfarrer Ulrich Kopp ehrt den Chorleiter und vier Chormitglieder (v.l.n.r.): Thomas Löw, Eberhard Kostenbader, Grete Kilgus, Elsbeth und Ewald Franz. (Bild Kern)

Die Evangelische Kirchengemeinde Neckartenzlingen ehrt Sänger und den Leiter des Kirchenchores

Als fünf Jubilare des Kirchenchores vor den Altar der Neckartenzlinger Martinskirche traten, brachen Sonnenstrahlen aus dem grauen Januarhimmel und erhellten das Kirchenschiff. Im Gottesdienst am 17. Januar konnte Pfarrer Ulrich Kopp für 25jährige treue Mitarbeit das Ehepaar Elsbeth und Ewald Franz, Grete Kilgus und Eberhard Kostenbader sowie Chorleiter Thomas Löw ehren.

Der Dank wurde durch Urkunden des Verbands Evangelische Kirchenmusik in Württemberg und Büchergutscheine der Kirchengemeinde ausgedrückt. Pfarrer Kopp betonte: „Wenn unser Kirchenchor singt, ist es eine Bereicherung und ein Gewinn, Gott zum Lob und der Gemeinde zur Erbauung.“

Zuvor hatte der Chor wieder einmal, wie unter Thomas Löw schon zur Tradition geworden, auch die Jahreslosung für 2010 nach einer Komposition des Chorleiters vorgetragen. So erscholl das Jesuswort aus dem Johannesevangelium als dreistimmiger Kanon: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Beim festlichen Beisammensein nach dem Gottesdienst dankte Löw für das gemeinsame Vierteljahrhundert. Der Chorleiter freut sich auf kommenden Aufgaben: „Es hat Spaß gemacht. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich nicht mehr Chorleiter bin.“ Zwei Orientierungen bewegen seiner Meinung nach die Chorarbeit: „Wir singen sowohl für uns als auch für die Zuhörer.“ Thomas Löw berichtete, dass der Chor über die Jahre nicht an Stimmen eingebüßt hat. Mit zur Zeit über 30 Sängerinnen und Sängern sei auch bei den Männerstimmen keinen Schwund zu beklagen. Chormitglied Michael Regaart trug seine launige Umdichtung der Geschichte vom Münchner im Himmel, dem „Thomas im Himmel“, vor. Danach warte „der Chor heute noch vergeblich auf eine Jahreslosung im Dreivierteltakt.“ Chorsängerin Lenore Weidler hatte sich die Mühe gemacht, das fünfundzwanzigjährige Engagement in Stunden auszurechnen. Demnach wurden 16350 Stunden oder anders ausgedrückt 406 volle Arbeitswochen mit Achtstundentagen durch Proben und Aufführungen aufgewendet. Der Einsatz hat sich gelohnt.

 

Text Eckhard Rahlenbeck