Raffend mit viel schönen reden

Die anstehende Innenrenovierung der Martinskirche verschaffte der Evangelischen Kirchengemeinde in Neckartenzlingen kürzlich ein ganz besonderes Ereignis.

Der selbsternannte „Benefizschwätzer“ Dr. Gerhard Raff aus Degerloch unterhielt nicht nur in seiner einzigartigen Weise, sondern ermunterte ebenso zu großzügigen Spenden. Dieses herausragende Engagement für Gottes Lohn lässt sich nur mit seinem persönlichen Verb „Raffen“ beschreiben.

Raff las Abschnitte aus seinen Bestsellern, wie z.B. die schwäbische Variante der Geschichte von St. Martin, dem Namenspatron der Evangelischen Kirche in Neckartenzlingen. Eine weitere Anekdote galt Ferdinand, einem Kriegsgefangenen, der in Frankreich geblieben ist und doch immer Heimweh nach dem Schwabenland hatte.
Ein erstaunliches Ende nahm die Geschichte vom „Menschle“, einer Punkerin, die sich schließlich als Verehrerin von Johann Peter Hebel herausstellte. Der Vortrag schloss mit Erzählungen aus dem neuesten Buch von Gerhard Raff: „Die Gschicht vom Mose ond de Zehn Gebot“.

Immer wieder streute der stolze Schwabe und exzellente Kenner der württembergischen Landesgeschichte eine Fülle von humorvollen Anmerkungen und Anekdoten dazwischen, die ebenfalls angefüllt waren von Intellekt und Dialekt.

Den Schlusspunkt des Abends bildete das gemeinsam gesungene Lied „Der Mond ist aufgegangen“, das sich Gerhard Raff als einziges Dankeschön gewünscht hatte. Schließlich blieben nicht nur gut unterhaltene Besucher zurück, sondern auch ein erfreulicher finanzieller Beitrag zur Renovierung der Martinskirche.

Rose und Bernd Kärcher