Himmel und Erde und mehr

Angeregte Gespräche am Ende des Abends mit Lesungen und Musik

Im Rahmen des Bezirkskirchentages veranstaltete der Arbeitskreis evangelische Erwachsenenbildung am 16. Juli einen Abend mit Lesungen und Musik unter freiem Himmel auf der Terrasse des Gemeindehauses.

Während im Hintergrund, aber unübersehbar eine Videoperformance (Helmuth Kern) im Blick den Martinskirchturm hinauf und in die Wolken die Veränderung von Licht und Wolken im Laufe von zwölf Stunden miterleben ließ, wurden die Besucher durch Klaviermusik (Annelie Betsche) und gemeinsames Singen sanft aus dem Alltag in die Welt der Geschichten und Mythen geleitet.

Himmel und Erde, das Oben und das Unten und das, was dazwischen ist, was davon erfahren, erlebt, geträumt werden kann, davon handelten die zehn Texte, die von den Mitgliedern des Arbeitskreises ausgesucht worden waren und vorgetragen wurden (Annelie Betsche, Erika und Helmuth Kern, Grete Kilgus und Eckhard Rahlenbeck).

Im Buch der Bücher schafft die Leiter, Jakobs geträumte Himmelsleiter, die himmlische Verbindung zwischen Erde und Himmel. Warnend schildert die griechische Mythe von Dädalus und Ikarus die Hybris als Verlust der Freiheit, sie führt in den Tod: Absturz aus Himmelshöhen. Romantisches Schweben „in wachsenden Ringen“, die Freude am Fliegen, das Nachdenken über den Kreislauf des Wassers und den Baum als Sinnbild der Verbindung zwischen unten und oben luden die Zuhörer ein, ihre Gedanken zwischen Himmel und Erde schweifen zu lassen. Eine zum Beschluss vorgetragene christliche Mythe von „Adams Baum der Erlösung“ handelte von „dem herrlichsten Baum, der je gesehen wurde“, der aus dem toten Leib Adams wuchs. „Aus diesem Baum wurde der wundersame Stab des Mose gehauen, der blühende Stab des Aaron und die Säulen des Tempels König Salomons. Aus dem Holz dieses Baumes fertigten die Römer das Kreuz Christi.“

Schließlich fanden sich alle auf der Erde wieder, bei einem – der Hitze des Tages angemessenen – Obstsalat von „Himmel und Erde“ und bei angeregten Gesprächen.

 

Erika und Helmuth Kern – Foto: Helmuth Kern