Informativer Vortragsabend des Missionarsehepaars Tim und Ulrike Schubert

Tim Schubert am Rednerpult

Einen sehr interessanten und informativen Vortragsabend gestaltete das Missionarsehepaar Tim und Ulrike Schubert von der Liebenzeller Mission am 29. April im evangelischen Gemeindehaus auf Einladung des Bibelgesprächskreises der evangelischen Kirchengemeinde, das sich derzeit noch für kurze Zeit hier im Heimaturlaub befindet.
Trotz der späten Vorankündigung dieses Missionsabends war der große Saal des Gemeindehauses gut besucht. Eröffnet wurde der Abend mit herzlichen Begrüßungsworten, einer Kurzgeschichte und Gebet von der Leiterin des Bibelgesprächskreises Carin Gülland. Danach folgte ein gemeinsames Lied, begleitet am Klavier von Thomas Löw. Ulrike Schubert lud nach kurzer Ansprache und einem Lied in botswanischer Sprache die Anwesenden ein, es in der bekannten Melodie mitzusingen. Die Sprache sei nicht schwer: „Ga gona yo o tswana le Jeso….(Keiner ist wie Jesus….). Die Besucher ließen sich darauf ein und versuchten ihr bestes.
Tim Schubert berichtete zuerst, dass er aus Witten an der Ruhr stamme und seine Ausbildung zum Piloten in Kanada absolviert habe. Schon in jungen Jahren habe er sich für die Fliegerei begeistert, aber auch von Jesus gehört. Im Laufe der Zeit sei in ihm der Wunsch gereift, sein Leben Jesus anzuvertrauen. Mit 18 Jahren habe er sich für Jesus entschieden, nachdem ihm klar geworden sei, dass das Christentum nicht nur aus Gesetzen bestehe. Durch Christus habe in ihm eine Veränderung stattgefunden. Er habe ihn neu ausgerüstet, ihm Augen und das Herz für ihn geöffnet. Nach seiner Heirat mit Ulrike, die ebenfalls bereits im Kindesalter Jesus ihren Herrn nennen konnte, als Jugendliche in der Jungschar mitarbeitete und hier in einer christlichen Familie aufgewachsen ist, sei in ihnen der Entschluss gereift, Jesus in der Mission zu dienen. Seit 2001 gehören sie der Liebenzeller Mission an. Bald darauf sei er als Pilot bei der Flying Mission eingesetzt worden, die mit als Zweig zur Liebenzeller Mission gehört. Sie fliegt in Botswana/Afrika Krankentransporte mit kleineren Flugzeugen, in denen bis zu 10 Passagiere transportiert werden können. Von 2001 bis 2007 lebten wir in Maun und teilweise in Gabarone, da von dort die Krankentransporte starteten, so Tim Schubert. 2007 habe er eine große Bewahrung erleben dürfen als er während seines Fluges mit einem großen Geier zusammenstieß und notlanden musste. Trotz eingebrochener Scheibe und dem toten Riesenvogel im Cockpit, habe er mit Gottes Hilfe noch eine Notlandung hinbekommen, so dass alle Passagiere nahezu unbeschadet aus dem defekten Flugzeug herausbefördert werden konnten. Ein erster Dank habe unserem lebendigen Gott gegolten. Nach einigen schwierigen Jahren, die die Flying Mission durchstehen musste, gehe es inzwischen wieder aufwärts, so Tim Schubert. Das Programm sei sehr gewachsen. Die Flugzeuge seien heute mit technisch neuen ärztlichen Einrichtungen ausgestattet, gleich einer fliegenden Klinik. Rund 2000 Patienten werden im Jahr geflogen. Auch eine Geburt habe es schon im Flugzeug gegeben, wie auch das Sterben. Heute nehme das Weitersagen der frohmachenden Rettungsbotschaft des Evangeliums bei Flying Mission einen höheren Stellenwert ein als am Anfang. Auch fliege er nunmehr als Chefpilot und verlasse sich ganz auf seinen Herrn Jesus Christus. Er sei überzeugt, dass Flying Mission mit dieser wichtigen Arbeit mithelfen darf, dass Gottes Reich auch auf diesem Fleckchen Erde in Afrika gebaut wird. Seit 2004 fliege er auch Ärzte- und Krankenschwesterteams in das abgelegene Okawango-Delta, um die Botswanas, die dort leben, medizinisch besser zu versorgen. Sein Dienst sei sehr technisch orientiert. Er stehe nicht auf einer Kanzel, sondern wünsche sich, dass durch sein Leben, Handeln und Reden vom engen Cockpit aus die Botschaft der Bibel von seinen Passagieren gehört werde. Der Binnenstaat Botswana bestehe größtenteils aus Wüstenland, dazu befinden sich durch das tropische Klima im nördlichem Teil ausgedehnte Sümpfe. Landwirtschaftlich nutzbare Böden (nur 2 % der Fläche sind Ackerland) gebe es nur im Osten, wo Hülsenfrüchte, Mais und Hirse angebaut werden. Am Schluss seines interessanten Vortrags zitierte er die Worte Jesu: „Denn ohne mich könnt ihr nichts tun!“ (Joh. 15, 5b). Pfarrer Ulrich Kopp beschloss den interessanten und informativen Missionsabend mit Dank, Gebet und Segen.

Mundy Hassan