Kräuterlust - mit allen Sinnen genießen

Kräuter-Vielfalt für alle Sinne

Am 10. Oktober trafen sich die Frauen zum 1. ökumenischen Frauenfrühstück nach der Sommerpause.

Thema war: Kräuterlust - mit allen Sinnen genießen. Unsere Referentin war Andrea Weiler aus Aich. Sie ist in einer Gärtnerei aufgewachsen und so lag es nahe, dass sie auch diesen Beruf ergreifen würde. Sie fühlt sich in ihrem Beruf sehr wohl, sodass man sagen kann: Es war eine Berufung. Sie wollte auf ihrem Gebiet auch mehr wissen und beschäftigt sich schon ein Leben lang mit den Kräutern. Dies ist ein Gebiet, welches immer wieder Neues offenbart. Sie sagt, ein Kräutervortrag kann auch n i e vollständig sein, was wir auch zu spüren bekamen, denn die Zeit hat nicht ausgereicht, um alles anzureißen und alle Fragen zu beantworten.

Bereits vorgeschichtlich würzten und heilten die Menschen mit Kräutern. Bis 1700 waren die Menschen darauf angewiesen. Auch in der Bibel finden wir bereits die Kräuter wie Dill, Minze, Knoblauch, Zitronengras, Anis und Ysop u. a. Sie sind meist in Gleichnissen genannt. Die Römer und Griechen waren diejenigen, die sich schon sehr früh mit den Kräutern beschäftigten und wussten, was diese konnten. Sie waren es auch, die sie zu uns brachten. Mönche und Nonnen in den Klöstern bauten in den Klostergärten die Kräuter an und forschten nach den Wirkungsweisen. Arbeit im Garten war nützlich und hat Freude gemacht. Eine der Bekanntesten war Hildegard v. Bingen, deren Bücher wir heute noch benutzen. Selbst Karl der Große schrieb ein Kräuterbüchlein und erließ eine Verordnung darüber, welche Pflanzen angebaut werden mussten!

Im Mittelalter kamen dann in großem Maße die Kräuterbücher. Ein besonders schönes Exemplar zeigte uns Andrea Weiler. Die Texte waren mit wunderbaren Pflanzenzeichnungen versehen. Dann wurden die Pflanzenarten uns vorgestellt, die heute bei uns zu finden sind. Wie, wann und in welchem Zustand wir sie benutzen, wurde an den mitgebrachten Kräutern dargestellt.

Wann eine Pflanze eine Heilpflanze, ein Küchenkraut oder eine Teepflanze ist, überschneidet sich. Ein sehr wissenserweiternder Vormittag mit einer Referentin, die ihrer Berufung gerecht wurde. Sie gestaltete ihren Vortrag noch mit sehr schönen kleinen Gedichten und Geschichten. Wichtig sei noch zu sagen, dass der Anbau von Kräutern nicht nur dem Eigenbedarf dient, sondern sehr viel auch zum Artenschutz von Insekten und anderen Tieren im Garten beiträgt.

Wie immer gab es auch ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit Kräuterbutter und Kräuterbrötchen.Das Team des ökumenischen Frauenfrühstücks hat z. Zt. große Personalprobleme. Durch Krankheit sind einige Mitarbeiterinnen nicht voll einsatzfähig und wir suchen ständig nach Helferinnen und Helfern, die uns beim Aufbau und der Durchführung des Frauenfrühstücks zur Seite stehen. Wir würden uns freuen, wenn sich jemand findet, der mitarbeiten möchte oder uns zeitweise helfen kann. Es ist n i c h t nur Arbeit, sondern diese Aufgabe macht uns allen auch großen Spaß.

Annelie Betsche

Referentin Andrea Weiler