Allerlei vom Osterei

 

Was Gott zuerst erschaffen,

Wohl die Henne? Wohl das Ei?

Wäre das so schwer zu lösen?

Erstlich ward ein Ei erdacht:

Doch weil noch kein Huhn gewesen

Schatz, so hat´s der Has gebracht.                         Eduard Mörike

 

 

 

So einfach hat es sich Frau Carla Müller nicht gemacht. Zum ökumenischen Frauenfrühstück am 02. April 2009 war sie zu uns eingeladen, um über das Osterei als Osterbrauch zu sprechen – und sie hatte viel Interessantes zu erzählen.

Ehrenamtlich für das Gustav-Adolf-Werk der evangelischen Kirche ist sie in den Ostblockstaaten, besonders in Rumänien tätig. Wie wir wissen ist der Ostereierbrauch besonders in der Bukowina, bei den Sorben, in Tschechien, der Slowakei, in Russland und in Ungarn verbreitet und es werden wahre Kunstwerke gefertigt.

Das Ei steht für Entstehung von Leben und die Auferstehung Jesu. In der Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden und so entstand in dieser Zeit ein Überschuß an Eiern. Zu Ostern wurden sie dann schön gestaltet und verzehrt. Wichtig ist die immer wiederkehrende Symbolik auf den Eiern, die das entstehende Leben, Wachstum, Fruchtbarkeit und der Lebensbaum darstellen. In vielen Gebieten, wie in Franken werden die Brunnen mit bunten Eiern geschmückt, denn auch hier die Symbolik – Wasser ist lebensnotwendig.

Und noch etwas – die Ostereier haben kein Band, weil sie

n i c h t aufgehängt werden, sondern sie werden übergeben – an seine Lieben, seine Freunde und Bekannten.

Annelie Betsche

Frühstück zum Weltgebetstag der Frauen

 

Das Ökumenische Frauenfrühstück ist ein regelmäßiges Angebot in Neckartenzlingen.

60 Frauen trafen sich am 13. Februar zum Frauenfrühstück im katholischen Gemeindehaus. Trotz schlechter Wetterbedingungen kamen sie alle zu einem sehr interessanten Vormittag mit vielen Informationen über das Leben der Frauen in Papua-Neuguinea.

Wir hatten als Referentin Laura Rehm zu Gast. Johannes und Laura Rehm sind bereits seit 4 Jahren in Papua-Neuguinea im Missionsdienst für Wycliff; seit 2 Jahren mit ihren Zwillingen Kaitlyn und Kristin. Wycliff ist eine Organisation, die sich der Übersetzung der Bibel in die Landessprache, bzw. auch in die Sprache der Eingeborenen widmet – „alle sollen die Bibel lesen und verstehen in der Sprache, in der sie träumen“.

Es ist natürlich hochinteressant eine Referentin zu haben, die vom Land live erzählen kann, da sie dort lebt. Mit sehr vielen interessanten Bildern bekamen wir einen sehr guten Einblick in das Leben der Menschen besonders im Hochland. Die Frau in der Gesellschaft, die vorwiegend für die Versorgung der Familie, Bebauung der Felder und Erziehung der Kinder da ist, spielt eine nur untergeordnete Rolle. Die schlechte medizinische Versorgung führt dazu, dass die Lebenserwartung nur bei 40 Jahren liegt und besonders die Kindersterblichkeit sehr hoch ist. Vergewaltigung und Aids sind eine ernsthaftes Thema. Für die Missionsarbeit steht die Schulbildung an oberster Stelle. Der Frauenanteil an den Universitäten ist sehr gering und im Parlament sitzt eine einzige Frau.

Trotzdem ist die Lage für Papua-Neuguinea nicht hoffnungslos, beten wir gemeinsam am Weltgebetstag am 06. März 2009 für dieses Land und seine Menschen. Der Gottesdienst beginnt 19:30 Uhr und findet in der katholischen Kirche statt. Sie sind alle herzlich eingeladen.

Herzlichen Dank auch an das Frauenfrühstücksteam, welches mit einer wunderschönen Dekoration, dem Land entsprechend, den Raum ausgestaltet hatte. Ein hervorragendes Buffet mit einem reichhaltigem Angebot auch an Speisen aus Papua-Neuguinea, angefangen mit einem exotischen Cocktail bis hin zu Ausstecherle von Schweinen und Krokodilen, unterstrich den gelungenen Vormittag.