Verabschiedung von Kirchengemeinderat Eckhard Rahlenbeck

Bild Erika & Helmuth Kern

Im Gottesdienst am Palmsonntag wurde Kirchengemeinderat Eckhard Rahlenbeck verabschiedet. Zusammen mit seiner Frau Gertrud zieht er in ein Mehrgenerationenhaus in Tübingen. „Mir diesem Wegzug entstehen hier in unserer Kirchengemeinde spürbare Lücken“, sagte Pfarrer Ulrich Kopp. Fast zwanzig Jahr habe Rahlenbeck an der Leitung der Kirchengemeinde mitgewirkt. Mitgedacht und mitentschieden habe er. Mitbegründet hat er den Arbeitskreis für Erwachsenenbildung „Thema im Gemeindehaus“ (TiG) 1995. Als 2003 das ökumenische Friedensgebet anlässlich des 2. Golfkriegs begann, war er dabei. Die Aktion „Nachtklang“ wurde von ihm mit angestoßen; er wirkte bei dessen Konzeption mit und gehörte zu den Ausführenden. Auch den „Markteintopf“, der siebenmal in der warmen Jahreszeit in der Planstraße stattfindet, wurde von ihm mitunterstützt. Über die Gemeinde hinaus war Rahlenbeck im Bereich der Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk und im Kreisbildungswerk aktiv. „Ich könnte mit der Auflistung deiner Aktivitäten fortfahren. Es wird aber auch so schon deutlich, was dir am Herzen liegt: Dass Glaube und Bildung zusammengehören. Dass Spiritualität und Verstand sich gegenseitig brauchen. Dass Gebet und Verantwortung zusammenwirken müssen. Weisheit und Frieden liegen dir am Herzen. In diesem Sinne hast du hier in Neckartenzlingen gewirkt.“ Pfarrer Kopp verabschiedete auf diesem Hintergrund Rahlenbeck mit Versen aus den Sprüchen Salomos: „Weisheit zu erwerben, ist besser als Silber, und ihr Ertrag ist besser als Gold. Die Wege der Weisheit sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Frieden. (Sprüche Salomos 3,14+17)“. Er  dankte ihm herzlich für seinen Einsatz in Neckartenzlingen.

Rahlenbeck bedankte sich seinerseits bei allen, mit denen er zusammengearbeitet hatte. Er erwähnte die nachhaltige Begegnung mit Grete Kilgus im Jahr 1995, zwischen Autos, Gemüse und Markt, die ihn damals wegen einer Kandidatur für den Kirchengemeinderat angesprochen habe.

Er betonte, welch großen Schatz die Gemeinde in der 1487 erbauten Martinskirche habe. Sie sei ein Ort, an dem über Jahrhunderte hinweg Generationen in vielfacher Hinsicht Schutz gefunden haben und der heute viel öfter genutzt werden sollte als ein Ort der Ruhe, der Gemeinschaft, gelebter und erfahrener Spiritualität. Was ihm wichtig war und ist, das ist die befreiende Botschaft des Glaubens; denn er versteht sich als Christenmensch, der zu den weltlichen Dingen nicht schweigt.

Erika & Helmuth Kern