Eine festliche Verabschiedung bereiteten Pfarrer Ulrich Kopp, der Kirchenchor und der Posaunenchor ihrem Chorleiter Thomas Löw im Rahmen des sehr gut besuchten Gottesdienstes am letzten Sonntag in der Evangelischen Martinskirche Neckartenzlingen.

Pfarrer Kopps Predigt zur Jahreslosung umrahmte der Kirchenchor mit dem von Thomas Löw vertonten Jesajavers „Gott spricht: ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet“ als Kanon für drei Stimmen in g‑moll.

Nach dreißig und einunddreißig Jahren übergab Löw die Stimmgabel an seinen 22‑jährigen Nachfolger in der Kirchenchorleitung, Marius Sauter, und den Stab an den 27‑jährigen künftigen Posaunenchorleiter Tobias Scherer. Zuvor waren die beiden Chorleiter von Pfarrer Kopp in ihr für die Kirchengemeinde und deren Glaubensleben wichtiges Amt der musikalischen Verkündigung eingesetzt worden.

Zum großen Abschied kamen auch Vertreter des Kirchenbezirks und der katholischen Kirchengemeinde mit Grüßen, Wünschen, Präsenten und Urkunden. Bezirkskantor Michael Čulo überbrachte Grüße von Dekan Waldmann und Urkunden vom Verband Evangelische Kirchenmusik in Württemberg e.V. sowie vom Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Čulo dankte ihm mit herzlichen Worten und einem Buchgeschenk für seinen treuen Dienst, sein Engagement, seinen Sachverstand, seinen großen Elan, mit dem er sich der „musica sacra“ angenommen habe.

Dank und Lob kam auch von Birgit Leeb, die für das Bezirksbläserteam sprach und ein Dankschreiben von Hans Ulrich Nonnenmacher, dem Landesposaunenwart vom Landesjugendwerk, überbrachte.
An die neuen Chorleiter war Pfarrer Kopps kurze Ansprache zu deren Amtseinsetzung gerichtet. Kurz stellten sich Tobias Scherer und Marius Sauter vor. Scherer, der gebürtige Neckartenzlinger, hat viele Jahre im Posaunenchor gespielt, hat Leitungserfahrung und möchte Löws Arbeit gewinnbringend fortführen. Sauter hatte am Neckartenzlinger Gymnasium Musikunterricht bei Löw. Gesang im Hauptfach studiert er an der Musikhochschule Stuttgart und hat in angesehenen Chören viel Erfahrung gesammelt. Er spielt Klavier und Orgel, letztere auch in der Martinskirche. Auf seine neue Aufgabe freut er sich; und dass diese Freude überspringen kann, wurde in den beiden von ihm sehr lebendig dirigierten Chorliedern „Gott Dein guter Segen“ und dem irischen Reisesegen hörbar. Festlich erklangen dann zwei Posaunenchorsätze „One moment in time“ und „Vater Deine Liebe“ unter Scherers Leitung. Im letzten wurde mit einer Blockflöteneinlage die Anfänge des Posaunenchors schelmisch erinnert.

Dankesworte von Pfarrer Weber und dem Kirchengemeinderat sowie einen „Orgelsekt“ überbrachte Georg Halder von der katholischen Kirchengemeinde. Er freute sich, dass nun mit Sauter ein „Eigengewächs“ im kirchenmusikalischen Dienst sei.

Uwe Scherer und Sandra Kößling für den Posaunenchor sagten das, „Was wir schon immer sagen wollten“; dann wurde unter den Klängen des Posaunenchors dessen mit essbarem Posaunenchorbild belegter Kuchen angeschnitten. Der von den Chören und dem Kirchengemeinderat prächtig ausgerichtete Imbiss konnte beginnen.

Herzlichen Dank an alle, die an der Gestaltung des Gottesdienstes und der darauf folgenden „Stunde des Abschieds“ beteiligt waren.
Den zwei neuen Chorleitern wünschen wir viel Freude und Erfolg und Gottes Segen in ihrem neuen Amt.

Text: Helmuth und Erika Kern