Bericht von der Sitzung des Kirchengemeinderates am 21. Sept. 2010

Rückblick auf den Mitarbeiterabend

Am 28. Juli, dem letzten Abend vor den Schulferien, fand wie jedes Jahr der Mitarbeiterabend statt. Es war ein guter Abend. Vor allem der Beginn in der Kirche mit einer Andacht von Pfarrer Kopp und mit dem Vortrag von Helmuth Kern mit alten Fotografien über die Geschichte unserer Kirche von Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis 1945 fand großen Anklang. Es war danach im Gemeindehaus ein kurzweiliger Abend mit interessantem Essen, anregenden Spielen, einem aufgelockerten Infoblock und lebhaften Gesprächen. Der Kirchengemeinderat stellte fest, dass sich dieser Termin bewährt habe. Es wäre schöner gewesen, wenn noch mehr Mitarbeiter teilgenommen hätten.

 

Rückblick auf die Dorffreizeit

Diakon Rainer Duda und Kirchengemeinderätin Ines Buck berichteten, die Dorffreizeit, die ja eine Kinderbibelwoche ist, sei eine richtig gute Freizeit gewesen. Insgesamt 65 Kinder haben daran teilgenommen. Es gab viele und auch sehr junge Mitarbeiter, darunter neun Konfirmanden, die sich alle sehr intensiv eingesetzt haben. Auch der Familiengottesdienst sei sehr gelobt worden. Die Dorffreizeit sei ein Höhepunkt und ein Motor für die Jugendarbeit.

Der Kirchengemeinderat lobte die gute Vorbereitung und Übermittlung der biblischen Botschaft, ebenso den Einsatz der Mitarbeiter, die ja eine Woche ihrer Ferien für diese Freizeit zur Verfügung gestellt hätten; er sprach den Beteiligten einen herzlichen Dank aus.

 

Tamilischer Gottesdienst in Neckartenzlingen?

Das Thema wurde wegen der fehlenden oder ungenügenden Informationen über wichtige Fragen, die Organisation und die Beteiligten betreffend, vertagt.

 

Kirchensteuer-Verteilmodell im Kirchenbezirk Nürtingen

Die Verteilung der gesunkenen Gesamt-Kirchensteuer nach einem besseren, gerechteren System an die Gemeinden des Kirchenbezirks Nürtingen wirkt sich in den kommenden Jahren auf den Haushalt der Kirchengemeinde aus. Neckartenzlingen wird nach den neuen Regeln deutlich weniger Kirchensteuer zugewiesen als bis jetzt, bei steigenden Kosten. Diese Neuordnung und die sich daraus ergebenden Probleme wurden intensiv diskutiert.

 

Kirchenrenovierung

Am 8. Dezember 2009 hat die Begehung der Martinskirche mit Architektin Grupp am Oberkirchenrat im Hinblick auf die notwendige Renovierung stattgefunden. Der nun vorliegende Bericht und das Begleitschreiben des Oberkirchenrats wurden vorgestellt und Konsequenzen daraus und deren Problematik besprochen.

Der Bericht stellte die zum Teil erheblichen Mängel heraus und verwies auch auf nicht so notwendige Renovierungsmaßnahmen. Zeitnah muss die Elektrik, d. h. auch die Heizung der Kirche angegangen werden.

Als Gesamtkosten wurde die Summe von 350.000 Euro benannt. Nicht in dieser Summe enthalten sind die Kosten der Untersuchung der Dachstühle von Chor und Schiff auf ihre Tragfähigkeit hin, durch einen Statiker. Die Untersuchung, deren Bericht an den Oberkirchenrat gesandt werden muss, ist als Vorbedingung der Bezuschussung der Renovierungsmaßnahmen notwendig. Mit diesen kann erst begonnen werden, wenn die nötigen Finanzen vorhanden sind. Der Bericht enthielt auch Vorschläge zum Vorgehen bei der Innenrenovierung.

Über den Bericht hinaus wurde das Problem der maroden Dachrinnen des Kirchenschiffs besprochen, das vor allem schnell behoben werden muss. Dafür werden Kostenvoranschläge für Flaschnerarbeiten und Gerüst von verschiedenen Firmen eingeholt, ebenso für die Taubenvergrämung.

 

Diakonisches Handeln der Kirchengemeinde

Der Bericht der Diakoniebeauftragten Barbara Schaubel in der letzten Sitzung wurde noch einmal aufgenommen und das diakonischen Handeln der Kirchengemeinde diskutiert. Eine dieser Möglichkeiten ist z. B. die Beteiligung am Hilfsprojekt für den Nürtinger Tafelladen. Als weitere diakonische Projekte wurden der Markteintopf und das Friedensgebet genannt; die Dorffreizeit hat auch diakonische Aspekte. Es wurde auch darauf verwiesen, dass jeder Einzelne in der Kirchengemeinde aus eigenem Antrieb handeln sollte, wo er die Notwendigkeit dazu erkennt.

 

Antwort der Bundeskanzlerin auf unser Schreiben

Im Juli hatte der Kirchengemeinderat ein Schreiben im Zusammenhang mit der Tafelladen-Hilfsaktion an die Bundeskanzlerin gerichtet, um gegen die Sparpläne der Bundesregierung bei schlecht Verdienenden und Bedürftigen zu protestieren. Die Antwort darauf fiel erwartungsgemäß allgemein und wenig befriedigend aus.

 

Bestattungsgebühren

Auf die Briefe von Pfarrer Kopp und Pfarrer Weber an Gemeindeverwaltung und Gemeinderäte, die für manchen Bürger hohen Benutzungsgebühren der Aussegnungshalle betreffend, kam vom Bürgermeisteramt ein freundliches Schreiben, das dem Gremium zur Kenntnis gegeben wurde. Es handle sich um eine öffentliche Einrichtung und öffentliche Gelder; daher sei das Amt gesetzlich verpflichtet, einen möglichst hohen Deckungsgrad zu erzielen. Dieses wichtige Thema werde in der nächsten Sitzung des Friedhofsausschusses nochmals diskutiert.

 

Verleih des Markteintopf-Zeltes

Dieser Punkt wurde ausführlich beraten. Es liegen nach dem Gebrauch des Zeltes eine Reihe von Erfahrungen vor. Auch die Schwachstellen und gewisse Abnutzungserscheinungen haben sich gezeigt. Das Zelt ist weniger stabil als erwartet. Daher fasste das Gremium den Beschluss, das Zelt nicht mehr auszuleihen.

 

Bekanntgabe von Terminen

Kirchenpflegerin Carin Gülland gab die folgenden Termine für Bibelarbeiten im nächsten Jahr bekannt: 22. Januar: Bibeltag mit Stefan Keine; Thema: Im Glauben wachsen (zum Epheserbrief, Kapitel 1 und 2).

15. bis 17. Februar: Bibeltage mit Hans Beck; Thema: Das Glaubensbekenntnis. 

Erika Kern