Zwei wunderschöne Konzerte

Trotz des kurzen Abstandes war die Martinskirche an zwei aufeinander folgenden Sonntagen – dem Totensonntag und dem ersten Advent – anlässlich zweier Kirchenkonzerte sehr gut besucht.

Den Anfang machte am 20.11. das Benefizkonzert des Musikvereins zusammen mit dem Kirchenchor. Es wurde vom Jugendorchester unter der Leitung von Yvonne Nielitz eröffnet. Zwei strahlende, festliche Stücke von James Curnow umrahmten ein südafrikanisches  Kirchenlied, und das Ensemble zeigte, auf welch gutem Niveau es schon spielt.
Der Kirchenchor unter Marius Sauter und das von Kathrin Stolte geleitete Stammorchester traten nun im Wechsel auf. Die Sängerinnen und Sänger überzeugten mit vier schön und präzise vorgetragenen klassischen Liedsätzen, während der Musikverein einen gelungenen Spagat zwischen alter und zeitgenössischer Musik wagte.
Als Abschluss und Höhepunkt trugen beide Ensembles von der Empore aus das „Hallelujah“ des jüngst verstorbenen Leonard Cohen sowie einen vertonten „Irischen Segenswunsch“ vor. Nach lang anhaltendem Beifall des begeisterten Publikums spielten und sangen die Musiker, der Chor und die Kirchenbesucher zum Ausklang gemeinsam „Bleib bei uns Herr“.
An dieser Stelle geht unser ganz herzlicher Dank an den Musikverein Neckartenzlingen, durch dessen Initiative der Kirchengemeinde ein stattlicher Spendenbetrag zu Gute kommt.

Eine Woche später stand das Adventskonzert mit Posaunenchor und Kirchenchor an.
Die Bläser eröffneten das Konzert von der Empore aus mit der festlichen „Highland Cathedral“. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Kopp wechselten sich die Ensembles nun ab.
Der Kirchenchor unter Marius Sauter stand vor dem Altar und überzeugte bei seinen Vorträgen wieder mit Präzision, Dynamik und schöner Artikulation. Das gelang sowohl beim schwungvollen „Lobe den Herrn meine Seele“ des Zeitgenossen Norbert Kissel als auch bei sehr alten Stücken wie zum Beispiel „Wie soll ich Dich empfangen“ von Johann Crüger. 
Dieses Stück wie auch das Eröffnungslied des Kirchenchores – „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Johannes Petzold – trug auch der Posaunenchor im Laufe seines Programmes vor, was den Zuhörern einen interessanten Vergleich bescherte. Die Bläser unter Tobias Scherer zeigten von schön artikulierten und leisen Klängen bis hin zum prächtig und strahlend präsentierten Höhepunkt des Programms, dem „Hallelujah“ aus Händels „Messias“, die ganze Bandbreite ihres Könnens.
Im Wechsel mit den Musikern verstand es Pfarrer Kopp mit seinen Lesungen, die Anwesenden auf die Adventszeit einzustimmen. Diese Stimmung war dann auch greifbar, als nach dem Segen die Chöre und die Kirchenbesucher noch miteinander „Macht hoch die Tür“ musizierten und sangen.

Hajo Schmid