Drei gut besuchte Bibelabende mit Heiko Bräuning

Pfarrer Heiko Bräuning während seines 1. Vortrags unter dem Thema „Lebenszeichen“

Zu Gast in der evangelischen Kirchengemeinde war dieser Tage der bekannte Pfarrer, Musiker und Journalist Heiko Bräuning. Im Gemeindehaus im Unterbössel referierte er an 3 Abenden, vom 23. – einschl. 25. Februar 2016.

Zu diesen interessanten Bibelabenden hatte der Bibelgesprächskreis für Frauen im Rahmen seiner Bibelarbeit in das Gemeindehaus eingeladen. Pfarrer Ulrich Kopp eröffnete den 1. Abend humorvoll und der Kirchenchor unter Leitung von Marius Sauter umrahmte den die Veranstaltung mit Liedvorträgen. Musikalisch unterstützt und begleitet wurden die zu Herzen gehenden Songs von Pfarrer Heiko Bräuning von Pianist Michael Gundlach. Bei seinem besonderen Musikreferat wurden die gespannten Zuhörer mitgenommen in die biblische Botschaft, die durch aussagekräftige Lieder, vom Referenten gefühlvoll zu Gehör gebracht, unterstrichen wurde und so für den aufmerksamen Besucher ein Ganzes ergaben in Wort, Musik und Bildern. Sein Repertoire beinhaltete sowohl Lieder zum Mitsingen als auch Lieder mit Tiefgang zum Zuhören. H. Bräuning referierte zum Thema ,,Lebenszeichen“. Der Schwerpunkt lag auf den Worten „Wegbereiter und Wegbegleiter, Texte der Ermutigung und Inspiration, begleitet von meditativer Live-Klaviermusik durch Michael Gundlach, dem sein musikalisches Talent in seiner feinen, gefühlvollen Ausdrucksweise abzuspüren war. Auch erfuhren die aufmerksamen Zuhörer, dass Pfarrer Heiko Bräuning seit nunmehr 20 Jahren als Liedermacher aktiv und kreativ ist. Er schreibt neue Lieder für Fernseh-Gottesdienste und seine Gemeinde. Seine Musikpredigten sind eine Mischung aus Musik und Verkündigung, kurzweilig, tiefgängig, kreativ. Alle Texte sind zum Mitlesen und Mitsingen. Man gewinnt Einblicke in die Welt der Bibel; ihre Geschichten werden durch diese Musikpredigten ganz neu lebendig. So sind diese für alle Besucher jeden Alters einsetzbar und denkbar. Die wunderschöne Mischung beliebter Lieder "Gern gehört" wurden zu einem echten Ohrenschmaus. Mit dem Lied „Fürchte Dich nicht“ ermutigte Heiko Bräuning zu den kraftschöpfenden und tröstenden Bibelworten aus dem AT "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir". Dabei wurde der Bibelvers aus Jesaja 43, 1-2 jedem Anwesenden ganz persönlich mit seinem Namen zugesprochen. Zwar können wir heute unsere tiefen, traurigen Tage, freudlose Stunden nicht immer verstehen, so. H. Bräuning, aber es kommt der Morgen, an dem wir es in vollem Maße erkennen werden, wozu es uns diente. Deshalb, so Heiko Bräuning weiter, richte ich mein Wort an alle Glaubensgeschwister. „Seid nicht bekümmert, sondern erhebt eure Häupter, weil unsere Erlösung naht. Zweifelt nicht daran, dass uns Jesus Christus, unser Herr, vor dem kommenden Weltgericht nicht herausholen wird. Haltet fest an dem, was ihr habt, euren lebendigen Glauben an Jesus Christus.“ Die Welt hasst uns, dafür aber sind wir Geliebte des Herrn.

Der 2. Bibelabend wurde von Cordula Hummel eröffnet. Anschließend begrüßte Pianist Michael Gundlach die Besucher mit einem sehr spritzigen eindrucks- und gefühlvollen Klavierstück, das er ohne Noten gekonnt zu Gehör brachte. Hierbei zeigte sich einmal mehr sein hohes Können. Es war ein überraschendes Präsent für die erwartungsvollen Besucher. An diesem Abend referierte Pfarrer Heiko Bräuning über das Thema „Begegnung am Brunnen“, unterstrichen mit sehr eindrucksvollen, dazu passenden Liedern. Dazu sprach er über die Quelle des Lebens, die Jesus Christus ist, wie auch von der Frau am Jakobsbrunnen, deren Durst ihrer Seele nur Jesus zu löschen vermochte. Dass sie nach dem Gespräch mit Jesus ihren gefüllten Wasserkrug einfach stehen ließ, um den Dorfbewohnern von Sychar die großartige Mitteilung zu machen, dass sie Jesus, den Messias am Brunnen getroffen habe, zeigt, wie sehr sie durch dieses kurze Gespräch mit Jesus eine Veränderung erlebte. Jesus, die lebendige Wasserquelle, hat den Herzensdurst dieser Frau gelöscht. Sie hat erkannt: Ich habe den Messias gefunden, der mir meine Schuld vergeben hat und ewiges Leben schenkt. H. Bräuning stellte die Frage in den Raum: Wie aber kann lebendiges Wasser in mich hineinkommen, wenn ich mich selbst zugemauert habe? Er gab zu bedenken, dass Jesus immer unser Heil im Sinn hat, d.h. es muss alles ans Licht, was im Dunkeln des Herzens liegt. Er zitierte das Jesuswort: „Ich bin gekommen, damit ich euch diene. Nicht ihr sollt mir dienen, sondern ich will euch dienen.“ Wir dürfen alles ablegen bei Jesus. Bei ihm legen sich die Wellen. Nur durch ihn kommen wir ans Ziel, nach Hause.

Der 3. Bibelabend wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Tobias Scherer eröffnet. Begrüßt wurden die Besucher an diesem letzten Abend von der Leiterin des Bibelgesprächskreises für Frauen Carin Gülland, die in einer kurzen Zusammenfassung an das Gehörte der beiden vorausgegangenen Abende erinnerte. Das Thema am letzten Bibelabend mit Heiko Bräuning und Michael Gundlach am Keyboard, lautete „Weil ich euch lieb habe!“ Zuerst erläuterte Pfarrer Bräuning, dass die Agape-Liebe Gottes 3 Begriffe beinhalte: 1. Interesse am Menschen. 2. Wertschätzung und 3. Akzeptanz. Dazu erläuterte er, dass sich Gott schon für die ersten beiden Menschen Adam und Eva interessiert hat. „Adam, wo bist du?“ Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?“ Gott macht ihnen Röcke aus Fellen, kleidet sie und zeigt damit, dass er den Menschen liebt, wie er ist, trotz Schuld. „Wir sind von Gott akzeptiert, angenommen und wertgeschätzt, so H. Bräuning.“ In Jesus spüren und entdecken wir seine Liebe, sein Interesse, seine Akzeptanz. Auch das Kreuz ist ein Zeichen der Liebe Gottes, ein „JA“ zu jedem Menschen, so sehr von Gott geliebt, als wären wir alle Einzelkinder. Dazu erinnerte er an die diesjährige Jahreslosung: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Zwischen seinen Ausführungen sang er in Begleitung seines Pianisten Michael Gundlach die tief zu Herzen gehenden Lieder. Als Höhepunkt der Liebe Gottes erinnerte Pfarrer Bräuning auch an Martin Luther, als dieser auf der Wartburg weilte. Weil ihm seine Schäflein in Wittenberg sehr am Herzen lagen, machte er sich zu ihnen auf den Weg. Während er in der Thomaskirche predigte, versuchte er, ihnen den liebenden Gott auf sehr eindrückliche Weise zu beschreiben und sagte: „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe. In diesen dürfen wir alles hineinwerfen, was uns an Schuld hindert. Der Backofen wird noch heißer von unserem geistlichen Schrott.“ So liebt Gott! Der Abend klang aus mit Posaunenklängen, Dank, Segen und dem Wunsch der Besucher an Heiko Bräuning und Michael Gundlach, dass sie unbedingt wieder nach Neckartenzlingen kommen müssen.

M. Hassan