Rückblick auf das Ökumenische Frauenfrühstück am 2.12.2016

Das letzte ökumenische Frauenfrühstück in diesem Jahr war, wie in jedem Jahr ein adventlicher Vormittag.
Die Tische waren adventlich geschmückt, Kerzen brannten auf den Tischen und das Buffet hatte auch weihnachtliches Gebäck zu bieten, hergestellt von den fleißigen Frauen des Teams.
Das Thema dieses Vormittags war: „ Macht hoch die Tür“. Karin Löw als Referentin hatte sehr schöne Geschichten zu diesem wohl bekanntesten Adventslied zusammengestellt. So war es u. a. die Geschichte von Herrn Sturig.
Markus, ein kleiner Junge , wurde in eine Zeit geboren, in der die Menschen noch nicht sehr viel zu Essen hatten und man musste auch noch hart arbeiten, um mit dem Wenigen überleben zu können. Es gab keine Autos und der Weg zur Arbeit war oft weit.
Es gab auch einige Reiche, wie der Herr Sturgis, der sich ein großes Haus gebaut hatte. Ihn störte der Anblick der armen Menschen in seiner Umgebung, so dass er um sein Anwesen einen hohen Zaun baute. Nun kamen die Leute nicht mehr über die Wiesen in die Stadt und auch die kranken, alten Leute im Armenhaus konnten am Sonntag nicht in die Kirche gehen.
Markus, die Stadträte, viele Leute aus der Umgebung waren schon bei Herrn Sturgis und redeten mit ihm, dass er den Zaun öffnen solle. Aber er tat es nicht.
Nun kam die Adventszeit und das Kurrende‑Singen.
Pfarrer Georg Weißel dichtete in jedem Jahr auch neue Lieder für die Adventszeit und so zog in diesem Jahr der Chor durch die Straßen und sang: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit. Ein König aller Königreich, ein Heiland, aller Welt zugleich.“
Eigentlich wollte der Pfarrer vor dem Haus des Herrn Sturgis in diesem Jahr nicht singen. Dann nahm man doch Aufstellung vor dem Haus. Der Pfarrer sagte: „Jesus sagt zu uns: “Was ihr einem der ärmsten und schwächsten Menschen getan habt, das habt ihr auch mir angetan.“ Und wenn ihr, Herr Sturgis, das Tor Eures Wiesengrundstückes zusperrt, weil ihr die Armen und Kranken nicht sehen wollt, dann versperrt ihr Euer Herz auch vor Jesus, dem Kind in der Krippe und dem König aller Könige. Ihr könntet den Armen der Stadt damit etwas Gutes tun und stellt euch bewusst auf stur. Ich rate Euch, Herr Sturgis, öffnet nicht nur die sichtbaren Tore, sondern auch das unsichtbare Tor in Eurem Herzen und lasst den König ein, ehe es zu spät ist.“
Nun sang der Chor das neue Lied. Bei der dritten Strophe fing Herr Sturgis an zu weinen: „ Oh wohl dem Land, oh wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn‘. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spät.“
Danach nahm Herr Sturgis den großen Schlüsselbund und schloss die Tore auf.
Viel Musik am Klavier und gemeinsamer Gesang, nicht nur des Liedes „Macht hoch die Tür“, sondern auch andere Adventslieder, begleiteten den Vormittag.
Neue Jahresprogramme für das Jahr 2017 lagen bereit und man versicherte, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, beim ökumenischen Frauenfrühstück in Neckartenzlingen.