Katharina Luther - „ Eine Frau, die aus dem Rahmen springt“

Am 13. Oktober 2017 fand unser ökumenisches Frauenfrühstück statt. Im Jahr des Refromationsjubiläums haben wir uns der Frau an der Seite Martin Luthers zugewandt. Frau Monika Bugala war unsere Referentin und hat uns auf diese Zeitreise mitgenommen. Nach einem Abriß ihres turbulenten Lebens stellte sie das Leben der Käthe Luther in 3 Szenen dar. Katharina war eine starke Frau und durch ihre gute Ausbildung im Kloster konnte sie auch mithalten mit ihrem Martinus und den Gelehrten an Luthers Tafel. Sie beschrieb die Arbeitsteilung im Hause Luther so; Ich bin für die Beschaffung des Geldes da und du Martinus für das Ausgeben. Die gesamte Wirtschaft im Schwarzen Kloster, Ländereien, die bewirtschaftet werden mußten, die Beherbergung der Studenten und die Kindererziehung lasteten auf ihr. Und sie machte es sehr gut. Das wurde auch von Martin Luther anerkannt, so daß er schon einmal „ Herr Käthe“ zu ihr sagte oder auch schon einmal Dr. Käthe.

Sie durfte auch in der Tafelrunde am Tisch sitzen – und sie hatte dort auch etwas zu sagen.

Sie ermutigte ihn immer wieder , seine Lehren weiter zu geben.
„ Wenn Luther zweifelt, nehmen Gottes Sachen Schaden!“
Solche wichtigen Aussagen, wie:
„ Die Buse hat ihre Zeit und die Freude hat ihre Zeit“
oder
„ Das Wort allein ist nicht genug, aber auch die Tat allein ist nicht genug !“
zeugen davon, wie auch Käthe Luther in der Lehre gelebt hat .
Trotz ihres Wissensreichtum hat sie ihm zu jeder Zeit den Rücken frei gehalten:
„ Bete du für mich – Ich arbeite für dich „
Und sie hat das gut getan.

Als Luther starb, wurde sein Testament nicht anerkannt und Katharina mußte aus Wittenberg wegziehen. Ein Vormund verwaltete die Güter.
Gestorben und begraben ist sie in Torgau, nicht an der Seite Luthers, ihrer großen Liebe.

Frau Bugala als Katharina war sehr überzeugend und hat uns in das Leben der Käthe Luther mitgenommen.

Annelie Betsche