Gemeindefest 2018

Das besondere Jubiläum der Martinskirche zieht sich als inhaltlicher Faden durch das Jahr der Kirchengemeinde. So ergab sich daraus auch ein passendes Motto für das Gemeindefest.
Den Auftakt des Festtages bildete ein gut besuchter Familiengottesdienst. Weit in die Zukunft haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden geblickt: „Wie sieht die Martinskirche in 500 Jahren aus?“
Das Neue der Kirche, so trugen die 15 Jugendlichen der Gemeinde einzeln am Mikrofon vor, sehen sie unter anderem darin, dass die Kirche bunter werde, mit Blumen geziert, vielleicht mit einer digitalen Uhr versehen und möglicherweise mit einer neuen Glocke ausgestattet. Es gebe wohl auch ein neues Dach, das weiterhin Sicherheit vermittle und Geborgenheit anbiete. Auch der Fall, dass es keine Martinskirche mehr gebe, wurde in den Überlegungen dieser jungen, aufgeweckten Menschen einbezogen.
Pfarrer Kopp griff diese Anregungen in seiner ansprechenden und gut verständlichen Predigt auf. Die Gedanken der Konfirmanden standen im Spannungsfeld zu dem Predigttext aus der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21, wo Christus seiner Gemeinde verheißt: „Siehe, ich mache alles neu.“ Auch ein tröstliches Wort angesichts der Risse, die Kirche möglicherweise in 500 Jahren bekomme, aber auch mutmachend im Blick auf eine neue Kirche, die – so Gott will – in guter ökumenischer Zusammenarbeit und Eintracht zur Quelle von Glaube, Hoffnung und Liebe werden könne.
„Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unseren Wegen…“ ein schöner Impuls für den weiteren Tag und darüber hinaus.
In der traditionellen Abfolge des Gemeindefestes wurde nach dem Geist auch der Körper gestärkt. Das Küchenteam um Heike-Seyboldt Schmid bot eine gelungene Mischung aus traditioneller schwäbischer Küche gepaart mit innovativen vegetarischen Ideen. Gemischter Braten mit Spätzle und Soß bzw. Spinatküchle mit Yoghurt-Dip ließen eigentlich keine Wünsche offen und fanden so regen Zuspruch, dass die Hauptgerichte ausverkauft waren.
Den Auftakt zum Nachmittagsprogramm bildete der Kirchenchor unter der Leitung von Marius Sauter. In einem unterhaltsamen und trotzdem anspruchsvollen mehrstimmigen Repertoire fand sich auch ausgiebig Gelegenheit zum Mitsingen bei Hits wie „Geh‘ aus mein Herz“ oder „Auf dr schwäbsche Eisabahna“.
Als weiteren Programmpunkt hatte Daniel Kössling ein Ratespiel vorbereitet, das wieder den Geist der Besucher stimulierte. Im Stil von Dalli-Klick wurden Bilder aus dem Innenraum der Martinskirche Stück um Stück an der Leinwand erkennbar. Die Perspektive der Aufnahmen war so gewählt, dass durchaus hohe Ansprüche, auch an die Kenner der Martinskirche gestellt wurden. Pfr. Ulrich Kopp musste in seiner Eigenschaft als Moderator mehrfach Hilfestellung geben.
Für die jungen Besucher wurde während des gesamten Nachmittags eine ansprechendes Angebot zum gemeinsamen Spielen und Basteln gemacht.
Zum Ausklang des Tages nutzte die Kirchengemeinde in gelungener Weise die Terminüberschneidung mit der Fußball-WM in Russland. Zahlreiche Besucher ließen sich mit gutem Bild und Ton zum gemeinsamen Erleben der Begegnung Deutschland-Mexiko einladen. Für den Ausgang des Spiels ist allerdings der Veranstalter nicht verantwortlich. Die Wunder-Bar der Jugendmitarbeiter ist schon zum festen Bestandteil des Gemeindefests geworden. Diesmal wurde die Begegnung Mexiko – Deutschland stimmungsvoll thematisiert.
Der finanzielle Erlös des Gemeindefestes kommt der Jugendarbeit der Gemeinde zu Gute. Dazu wurden Informationen von den Jugendmitarbeitern angeboten. Rainer Duda gab auch im Laufe des Nachmittags mit Kindern der Jungscharen einen musikalischen Beitrag.  Alles in allem dürfen wir auf ein sehr gelungenes Fest zurückblicken.  Dazu hat sicher auch das angenehme Wetter beigetragen.
Ganz herzlicher Dank gebührt aber auch den zahlreichen Menschen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Seien es die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit Ihren Eltern oder das Küchenteam oder die Jugendmitarbeiter oder auch die zahlreichen Kuchenspender.