Jahrgang 1955 in der Martinskirche - Goldene Konfirmation

Am 24. März 2019 wurde in der Martinskirche in Neckartenzlingen das Fest der Goldene Konfirmation gefeiert. Hintere Reihe von links: Richard Herbert, Rolf Hirschler, Rudolf Kürner. Mittlere Reihe von links: Bernd Müller, Rainer F. Knöll, Wolfgang Werner, Edith Grüninger geb. Motzer, Pfarrer Ulrich Kopp. Vordere Reihe von links: Erhardt Breisch, Dagmar Kaiser, Regina Gieß geb. Kostenbader, Eleonore Wandaller geb. Wahlicht, Gretel Papaefthimiou geb. Mayer.

Die Konfirmation ist für viele Menschen ein Ereignis für das ganze Leben. 50 Jahre später sah sich der 1969 konfirmierte Jahrgang am 24. März wieder. Wie bei einem Klassentreffen wurden alte Erinnerungen wach, als die zwölf „Goldenen“ Konfirmanden in die Martinskirche einzogen und das Konfirmationsjubiläum mit Pfarrer Ulrich Kopp in einem feierlichen Gottesdienst begehen konnten. Der Kreis ist kleiner geworden. Einige leben nicht mehr, sind krank oder haben durch ihren Wegzug den Anschluss verloren. Manche sind aus der Kirche ausgetreten oder konnten nicht erreicht werden.

Ist die Konfirmation durch Pfarrer Hartmut Hauser wirklich schon 50 Jahre her? Im Rückblick scheint die Zeit ziemlich schnell vergangen zu sein.

In seiner Predigt zur Goldenen Konfirmation stellte Pfarrer Kopp fest: „Unser Glaube verschont uns nicht vor den Abgründen des Lebens. Doch auch am Abgrund noch können wir uns an Gott wenden: ,Gott, was machst du mit mir? Hol mich heraus! Du bist meine letzte Rettung!‘ Gott lässt uns - Das kann ich Ihnen versichern –Gott lässt uns nicht im Stich!“

Beim Austausch beim Sektempfang nach dem Gottesdienst wurde deutlich, dass die Goldene Konfirmation oft auch ein Schwellenritual ist. So wie mit der Konfirmation der Übergang von der Kindheit zur Jugend, steht die Goldene Konfirmation für viele als Schwelle vom berufstätigen Leben hin zum Ruhestand. Darüber gab es natürlich viel zu erzählen.

Beim gemeinsamen Mittagessen und Kaffeenachmittag wurde zurückgeblickt, wie es damals war, Konfirmand zu sein. Es wurde darüber gescherzt, wie klassisch es damals noch zuging, wie alle Konfirmanden vorn sitzen und in alphabetischer Reihenfolge ihr Sprüchlein auswendig vortragen mussten. Für jeden besuchten Gottesdienst gab es einen Anwesenheitsstrich. Das wurde von Pfarrer Hauser streng kontrolliert.

Die Gruppe war sich einig, dass sie einen würdigen und schönen Tag erlebte und mit Freude sehen alle auf die kommenden Jahrgangstreffen, die in halbjährlichem Rhythmus in Neckartenzlingen – leider meist in kleinerem Kreis – stattfinden.

Rudolf Kürner