Der Karfreitag durch die Epochen- Geistliches Konzert zur Sterbestunde Jesu

Mit Stücken aus den Epochen Romantik, Barock und Moderne gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Marius Sauter am Karfreitag in der voll besetzten Martinskirche wieder seine musikalische Andacht zur Sterbestunde Jesu.
Pfarrer Kopp stellte in seinen Wortbeiträgen zwischen den einzelnen Blöcken die biblische Geschichte vom Karfreitag in den Zusammenhang mit unserer Zeit.
Marius Sauter an der Orgel eröffnete mit dem vertonten Vaterunser des Franzosen Durufle die Epoche der Romantik. Nach einer Lesung  folgte der Chor mit den Stücken „Herr, bleibe bei uns“ von J. Abel, „Dank sei dir, Herr“ von C. Loewe und „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ von F. Mendelssohn‑Bartholdy.
Die zweite Lesung leitete über zum Barock. Der Chor begann mit „O Haupt voll Blut und Wunden“ von J. S. Bach. Marius Sauter stellte dann mit der Bass‑Arie „Mache dich, mein Herze rein“ aus Bachs Matthäus-Passion auch seine großen gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis. Anschließend sangen alle Anwesenden die ersten zwei Strophen von „Herzliebster Jesu“.
Zum Abschluss des barocken Teils spielten Yannick Rentz (Violine 1), Thomas Löw (Violine 2), Rainer Bähr (Violoncello) und Marius Sauter (Continuo) eine sehr schöne Sonate von A. Corelli.
Nach einem Vortrag von Pfarrer Kopp mit aktuellen Bezügen folgten vier Chorstücke aus der Moderne: „Verraten, verspottet“ von V. Rothaupt, „Warum leiden so viele Menschen“ von H. M.  Brand, „Kommt und seht“ von G. Kendrick sowie die moderne Vertonung von „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von M. Nagel. Durch großen stimmlichen Einsatz und sehr deutliche Artikulation kam der gerade in den letzten Stücken besonders wichtige Text sehr gut bei den Zuhörern an.
Nach der Verabschiedung und dem Segen beschloss die ganze Gemeinde die Andacht mit zwei weiteren Strophen von „Herzliebster Jesu“.